Lebend- und Falschfingererkennung
Um sicherzustellen, dass tatsächlich auf den Sensor ein echter Finger und keine Imitation aufgelegt wurde, besitzen die Sensoren von BioAccess eine Lebend- und Falschfingererkennung. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Versuche unternommen mit Fälschungen bestehende biometrische Systeme zu umgehen. Folgende Abbildungen zeigen einige Beispiele für Kunstfinger:
![]() |
![]() |
![]() |
|
| Dental | Durocast | Latex | Silikon |
Um derartige Manipulationsversuche abzuwehren, prüfen die Sensoren von BioAccess den aufgelegten Finger mit zwei weiteren, vom eigentlichen Aufnahmevorgang unabhängigen, durch patentierte Verfahren.

Multispektral Imaging
Bei dem patentierten Multispektralen Imaging wird der Hämoglobin-Wert im Blut ermittelt. Hierfür werden Lichtstrahlen mit einer unterschiedlichen Frequenz in den Finger entsandt und das reflektierte Spektrum analysiert. Imitate besitzen weitaus mehr höherfrequente Anteile, welche sich gegenseitig aufheben. Lebende Finger weisen entsprechend mehr niederfrequente Wellenlängen auf.

Für diese Messung besitzen die Sensoren eigene Vorrichtungen, welche automatisch beim Erfassen des Fingerabdrucks aktiviert werden.
Kreuzpolares Imaging
Mittels einem zweiten, zusätzlichen Verfahren wird eine Aufnahme von der Unterhautschicht des Fingers erstellt und deren Eigenschaften geprüft.

Gesamt-Algorithmus
Beide unabhängigen Mess-Verfahren, und Analysen mittels Bildverarbeitung auf dem erfassten Fingerabdruckbild, liefern als Gesamtergebnis einen LFD Wert zwischen 0 (Falschfinger) und 5 (echter Finger).
Entsprechend dem Schutzbedarf der Applikation kann eine Schwelle festgelegt werden, welche entsprechende Finger abweist.



